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Waldorfkindergarten:

Zu Beginn: Was ist ein Waldorfkindergarten?
Ein Waldorfkindergarten unterscheidet sich in seinem gesamten Tagesablauf, obwohl diese sehr individuell sind und es viele Unterschiede und Abweichungen gibt, sehr von staatlichen Kindergärten.
Der Waldorfkindergarten legt sehr viel wert auf die Natürlichkeit, das eigene Denken, Tun und Handeln und fördert die Kinder in ihrer Kreativität und in ihrer Fantasie.
Dies passiert zum Beispiel indem es nur Holzspielzeug gibt und wenig oder viel einfaches Material zum spielen bereitgestellt wird.
So wird das Spielen der Kinder völlig von den Kindern aus gelenkt.
Es ist etwas schwierig zu erklären, da man den Waldorfkindergarten erleben muss, um zu begreifen und zu verstehen, aber die Waldorfpädagogik schöpft aus dem, was die Natur, was die Einfachheit des Lebens bereithält, dass, was man braucht und was den Kindern positiv zukommt.
Ich hoffe, dass ich einigermaßen gut erklären konnte, was ein Waldorfkindergarten ist. Fragen sind natürlich erlaubt!
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Schon im Kindergarten ist die Waldorfpädagogik sehr ausgeprägt. Nicht zwingend ist der Besuch des Waldorfkindergartens eine Vorbereitung oder Vorstufe auf die Waldorfschule.
Jedoch schafft der Waldorfkindergarten eine Grundlage für die folgende Einschulung in eine Waldorfschule.
Den Eltern, wie es mir deutlich auffiel, ist es sehr wichtig wie ihre Kinder den Aufenthalt im Kindergarten verleben. Auf den Waldorfkindergarten sind die Eltern oft Teil bei der Suche nach einem geeigneten Kindergarten gestoßen oder haben durch Bekanntschaften und Empfehlungen vom Waldorfkindergarten gehört.
Die Gründe, weshalb Eltern ihr Kind in einen Waldorfkindergarten geben, sind sehr verschieden. Zum Beispiel sehen sie den Waldorfkindergarten als die beste Art der Erziehung an und besitzen Vertrauen in die Anthroposophie und möchten ihren Kindern eine schöne Kindergartenzeit ermöglichen. Die Eltern halten den Waldorfkindergarten unter anderem auch für Menschengemäß und bekommen das Gefühl übermittelt, dass ihre Kinder dort gut aufgehoben sind. Außerdem können sie davon ausgehen, dass ihre Kinder menschenwürdig erzogen werden. Nach meinen eigenen Beobachtungen ist der Waldorfkindergarten für die Kinder eine wertvolle Erfahrung. Denn auch zu Hause greifen die Kinder Rituale wie den Tischspruch auf oder singen gerne die im Kindergarten gehörten Lieder. In diesem Kindesalter sind die äußeren Eindrücke und Einflüsse sehr einprägsam für das Kind. Der Kindergarten ist aber nicht für Kinder lehrreich wie, sondern auch Eltern bekommen pädagogische Anregungen, welche die für Erziehung ihres Kindes wichtig sein können. In der Zeit meines Praktikums erlebte ich die Kinder eines Waldorfkindergartens. Mir fiel immer wieder deutlich auf, dass sie sehr ausgeglichen wirkten und Aggressivität nicht vorhanden ist. Aus meiner Erfahrung heraus ist der Besuch für ein Kind in einem Waldorfkindergarten eine wertvolle Erfahrung. Durch die Anwendung der Waldorfpädagogik gestaltet sich ein Tag im Waldorfkindergarten völlig anders. Schon im Alter von eineinhalb Jahren sind die Kinder selbst in der Lage zu entscheiden mit wem sie spielen möchten oder wer ihnen helfen darf.
Ebenfalls habe ich beobachten können, dass die Kinder ihren eigenen kleinen Kopf haben.
Sie entwickeln schon in diesen jungen Jahren eine Persönlichkeit, und sie werden sanft und auf wunderschöne Weise von ihren Erzieherinnen darin Unterstützt.
Es werden auch schon soziale Kompetenzen aufzugreifen versucht. Beim Tischgebet zum Beispiel, ist es üblich, dass sich die Kinder an den Händen fassen und mehr oder minder versuchen das Gebet gemeinsam zu sprechen. Wenn es ein Kind gibt, welches den Nachbarn nicht die Hand reichen möchte, wird es nicht dazu gezwungen. Dann beteiligt es sich dieses Mal nicht daran. Am nächsten Tag kann es schon sein, dass es dem anderen Kind ganz selbstverständlich die Hand reicht.
Wie Waldorflehrer selbst betonen ist Angst keine Erziehungsmethode. Das konnte ich zu
genüge feststellen und mich auch in meiner eigenen Schulzeit davon überzeugen.
Für mich persönlich war das Praktikum im Waldorfkindergarten eine der schönsten Erfahrungen. Es gab beinah nichts Schöneres, wie wenn ein Kind auf mich zukam und mir ein Lächeln schenkte.

Die besten und schönsten Dinge dieser Welt kann man nicht sehen oder berühren. Man fühlt sie mit dem Herzen.

(Helen Keller, 1880-1968)




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